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Klasse statt Masse: Was beim Bachelorarbeit schreiben wirklich ankommt – Ein Erfahrungsbericht

Veröffentlicht am 26.07.2016 von Daniel Seltmann

Erfahrungen und Tipps zum kompakten Schreiben der Bachelorarbeit

Zum Erlangen des ersten akademischen Grades muss ein schriftlicher Nachweis über die erlangten Kompetenzen und Fähigkeiten erbracht werden. Dieser Nachweis ist aktuell die Bachelorarbeit oder auch die Bachelorthesis. Die Arbeit hieran, die sich üblicher Weise über zwei bis fünf Monate erstreckt, stellt eine Reihe von Anforderungen an den Studenten. Die fachlichen Fragestellungen machen hierbei nur einen Teil dieser, doch sehr beängstigenden, Erfahrung aus.

Mit diesem Blogeintrag möchte ich mich einer Frage widmen, die jedem Studenten in dieser Zeit früher oder später in den Sinn kommt.

Wie lang muss eigentlich so eine Bachelorarbeit sein? Wie viel muss ich schreiben? Was wollen meine Dozenten lesen?
Alles das sind Fragen rund um den Umfang der Bachelorarbeit.
Hierzu fasse ich meine Erfahrungen während der Bachelorarbeit in einem kleinen Erfahrungsbericht zusammen, der euch vielleicht dabei hilft eure Arbeit entspannter und zielstrebiger zu schreiben. Er beinhaltet Tipps und Tricks die eigene Arbeit auf Länge und Qualität zu hinterfragen. Auch wenn die Herangehensweise immer sehr individuell ist hoffe ich, dass der ein oder andere sich beim Lesen dieses Eintrags wiederfindet.

Meine Erfahrungen zum Schreiben der Bachelorarbeit

Während meiner Abschlussarbeit kamen mir diese Fragen sogar an zwei zeitlich doch sehr unterschiedlichen Punkten entgegen. Zum einen innerhalb der ersten zwei Wochen, in denen ich die Grundsteine für die Ausarbeitung der Arbeit gelegt habe, und zum anderen in den letzten zwei Wochen der Ausarbeitung. Jedes Mal wurde diese Fragestellung von einem Gefühl der Unsicherheit und einem Anflug von Panik begleitet.

Vertrauen in die eigene Kompetenz

Doch beginnen wir am Anfang. Nachdem das Thema der Abschlussarbeit festgelegt und der grobe Zeitplan für dessen Bearbeitung aufgestellt ist, folgt für gewöhnlich die Literaturrecherche. Neben der gebundenen Fachliteratur und einiger Dissertationen wird der ein oder andere sich auch einen Überblick über andere Bachelorarbeiten verschaffen. Dies dient in erster Linie dazu, sich mit der unbekannten Aufgabe „Bachelorarbeit“ vertraut zu machen. Bis zum Ende des Studiums hat bestimmt jeder mindestens eine Projektarbeit oder Facharbeit schreiben müssen, jedoch ist eine Bachelorarbeit doch noch etwas anderes – oder etwa nicht? Mit dieser Arbeit schließt man immerhin Jahre seines Studiums ab und nicht bloß ein Modul.
Bei einem ersten Überblick über die vorhandenen Abschlussarbeiten in der Hochschulbibliothek stellt man schnell fest, dass es eine Bandbreite an Arbeiten gibt, die in der Seitenzahl und der Ausarbeitung variiert. Zwischen vierzig und hundert Seiten plus ist alles vertreten. Doch wie viel ist genug und was wird erwartet? Diese Ängste überkamen mich während dieser Recherchearbeit. Zugleich hatte ich auch Zweifel daran, ob ich selbst in der Lage wäre eine solch umfangreiche Arbeit zu schreiben.

„Wie soll man es schaffen auf so viele Seiten Text zu kommen?!?“

Im Nachhinein erscheinen Situationen meistens klarer und deshalb möchte ich versuchen, ein zwei kleine Ratschläge zu formulieren, die in dieser Situation helfen können:

Nicht immer muss die Ausührung so ausführlich sein. Aber wenn doch, so bietet Druck deine Diplomarbeit Hardcover-Bücher bis zu 5 cm Blockstärke an.

Nicht immer muss die Ausührung so ausführlich sein. Aber wenn doch, so bietet Druck deine Diplomarbeit Hardcover-Bücher bis zu 5 cm Blockstärke an.

Lass dich in diesem frühen Stadium deiner Arbeit nicht verunsichern. Keine der Bachelorarbeiten, die du bei deiner Recherche vielleicht gesehen hast, ist direkt mit deiner vergleichbar. Auch von sehr umfangreichen Arbeiten solltest du dich nicht beeindrucken lassen. Einzig und allein die Bearbeitung des Themas ist ausschlaggebend!
Hierbei können je nach Art der Bearbeitung, zum Beispiel eine theoretische Ausarbeitung oder aber eine praktische Ausarbeitung, zu quantitativen Schwankungen führen, die allerdings keinen Rückschluss auf die QUALITÄT der Arbeit zulassen. Verlasst euch hierbei auf die gängige Lektüre zum Zeitmanagement einer Abschlussarbeit. Haltet ihr diese Richtwerte für die Dauer der einzelnen Phasen ein, werdet ihr ganz automatisch beim Schreiben auf eine Seitenanzahl kommen, die euch im Nachhinein vielleicht sogar erstaunen wird.

  • Tipp: am Anfang keine Panik! Verfolgt eure Strategie.

Nachdem also diese erste Unsicherheit überstanden ist und mehr Zeit ins Land zieht, bekommt man einen immer besseren Überblick über den Umfang der Arbeit. Im Nachhinein würde ich vielleicht sogar sagen, dass eine Abschlussarbeit wächst.
Zur Halbzeit des gesetzten Zeitrahmens findet ihr euch bestimmt mit einer Masse an Informationen und Ergebnissen wieder, die nach und nach zu einem Bild zusammengesetzt werden müssen. Nachdem dann die zentrale Fragestellung von euch fachlich so gut es geht bearbeitet wurde, kommt die schriftliche Ausarbeitung.
An diesem Punkt ist die Frage nach der Mindestanzahl der Seiten längst verflogen und der Frage nach der maximalen Anzahl an Seiten gewichen. Doch auch wenn eure Ergebnisse und Erkenntnisse umfangreich sind, so müssen diese nicht immer detailliert in der Bachelorarbeit beschrieben werden.
Um euch außerdem noch einen weiteren Tipp zum Verfassen eines Textes zu geben, hole ich noch etwas weiter aus. Es handelt sich um jenen Ratschlag, an den ich seither bei jeder schriftlichen Ausarbeitung denken muss.
Während meines ersten Praktikums in einem großen Konzern bekam ich ein Feedback zu meinem Praktikumsbericht, welches ich nie wieder vergessen werde:

„Herr Seltmann, ich empfinde den Roman, den Sie geschrieben haben als Nötigung.“

Diese Worte von einem sehr erfahrenen Projektingenieur haben mich anschließend immer wieder beschäftigt. Heute glaube ich, dass es dieser Satz auf den Punkt bringt. Der Leser eines Berichtes oder einer Abschlussarbeit sollte nicht dazu genötigt werden die Ausführungen eines Studenten zu lesen, welcher, aus eigener Unsicherheit, seine Ergebnisse in einem Meer aus Wörtern ertränkt.

  • Tipp: klare Aussagen über die Ergebnisse eurer Arbeit sind besser als viel Text.

Inhalt der Bachelorarbeit auf den Punkt bringen

Die eigenen Resultate kurz und prägnant zu formulieren ist eine weitere Herausforderung, die an eine qualitativ hochwertige Ausarbeitung gestellt wird. Es sollte hierbei möglich sein beim Querlesen der Bachelorarbeit einen guten Eindruck über die erbrachten Leistungen zu bekommen. Oftmals werden hierzu lediglich das Inhaltsverzeichnis, die Einleitung, das Fazit und der weitere Ausblick gelesen.
Um die eigene Arbeit auf den Punkt genau zu formulieren empfiehlt es sich daher die Kapitel mehrfach auf deren Aussagekraft hin zu überprüfen. Hierbei lassen sich unter Umständen ganze Sätze einkürzen oder aber sehr lange und verschachtelte Bandwurmsätze zu prägnanten kurzen Aussagen korrigieren. Dieser Reifeprozess hilft hierbei den roten Faden, welcher sich geradlinig durch die Arbeit ziehen sollte, für den Leser deutlicher hervorzuheben.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, beendete Unterpunkte Korrektur zu lesen, in dem man jedes Mal am Kapitelanfang beginnt. Mit dieser Herangehensweise ist eine gute Überleitung zwischen den Unterpunkten gewährleistet und auch doppelte Ausführungen können vermieden werden.

  • Tipp: ein Reifeprozess durch mehrfaches Korrekturlesen erhöht die Qualität.
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Das Gesamtbild prüfen

Am Ende dieses sich wiederholenden Kontrollprozesses steht eine kompakte und gut ausformulierte Arbeit. Um es für einen fachlich nicht so versierten Leser, wie ihr es im Gegensatz mittlerweile sicher seid, verständlich zu machen, solltet ihr nochmal die gesamte Arbeit am Stück durchgehen. In diesem letzten Schritt könnt ihr eine Stichwortkette aufstellen, in dem ihr zu jedem Unterpunkt ein Wort aufschreibt welches den Inhalt wiedergibt. Diese Kette sollte sich absolut mit dem Inhaltsverzeichnis und dem roten Faden eurer Ausarbeitung decken. Überprüft an diesem Punkt noch ein letztes Mal, ob eure Abschlussarbeit vielleicht noch Nebenzweige aufweist, die für die Ausarbeitung der zentralen Fragestellung uninteressant sind.

  • Tipp: Kapitelinhalte sollten zu den Überschriften und dem Inhaltsverzeichnis passen.

Auch wenn einem das Thema über die letzten Monate sehr ans Herz gewachsen ist und selbst Kleinigkeiten hoch interessant erscheinen, muss man wirklich gut abwägen, welche Informationen es letztlich in die Arbeit schaffen. Oftmals hilft hier auch die neutrale Korrektur eines Freundes oder Bekannten, der nicht befangen ist.

  • Tipp: Vermeidet nicht-essenzielle Dinge ausgiebig zu beschreiben.

Abschließend könnt ihr eure, bestimmt hervorragend geschriebene und mit Liebe ausgearbeitete, Arbeit bei www.druck-deine-diplomarbeit.de drucken lassen und so noch dem Ganzen das Sahnehäubchen aufsetzen.
Solltet ihr doch an der maximalen Seitenzahl kratzen, empfiehlt es sich die Arbeit eventuell doppelseitig drucken zu lassen. Es entschärft den ersten Eindruck über den Umfang der Bachelorarbeit erheblich.

Qualität über Quantität – Klasse statt Masse.

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