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Einleitung deiner Bachelorarbeit

Veröffentlicht am 30.06.2017 von Marcel Hirsch

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Aller Anfang ist schwer – Wie dir die Einleitung deiner Bachelorarbeit gelingt

Die Bachelorarbeit setzt einen Schlusspunkt ans Studium – da ist der erste Satz nie gut genug und der letzte Satz schon hunderte Male überlegt worden, aber irgendwie möchte man sich nicht überwinden, endlich mit dem Schreiben anzufangen. Dennoch: Es muss gemacht werden.
Die Einleitung gilt als Ausgangspunkt für deine Bachelorarbeit und damit als Beginn deiner Schreibarbeit. Doch wie fängst du am besten an? Auf was solltest du achten, damit deine Einleitung eine gute Grundlage für den Rest deiner Arbeit ist? Druck deine Diplomarbeit hat dir die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst.

Gedanken ordnen und gliedern

Zuerst einmal: Keine Panik und Ruhe bewahren! Die Masse an Informationen, die du (hoffentlich) gesammelt hast und das Wissen, welches du dir angeeignet hast, wollen nun zu einem Gesamtwerk werden.

Gedanken ordnen

Beginne damit, deine Gedanken zu ordnen und zu sortieren. Deine Thesis bzw. Fragenstellung ist dafür elementarer Ausgangspunkt. Was erscheint dir am wichtigsten und welche Informationen sind für deine Thesis nicht relevant.

Gliederung erstellen

Erstelle eine einfache Gliederung deines Hauptteils. So weißt du vorab, welche Themen du abarbeiten wirst, was hinterher für die Zusammenfassung wichtig sein wird und vor allem: Was für deinen Einstieg am Anfang von Bedeutung ist.
Diese Gliederung soll jetzt noch nicht perfekt ausgearbeitet sein. Das machst du in einem anderen Schritt im Inhaltsverzeichnis. Vielmehr sollen es jetzt erste Überlegungen sein, welche Themen du in den Kapiteln des Hauptteils tatsächlich behandeln möchtest. Einen detaillierten Aufbau der Gliederung solltest du allerspätestens nach der Einleitung festlegen. Einfach drauf losschreiben ist nicht zu empfehlen.

Anfangen zu schreiben

Und danach? Anfangen, die Sätze aufs Papier zu bringen und keine Angst vor Fehlern haben! Denke nicht zu viel über den ersten Satz nach. Deine Gliederung, die du vorab erstellt hast, ist dir bei der Einleitung eine stützende Hilfe. Du weißt deine Fragenstellung oder Thesis und wie du diese am besten behandeln möchtest – so hast du den Grundstein gelegt, um die Einleitung zu gestalten. Hinterher kannst du immer noch verbessern, korrigieren oder ergänzen.

Kontrollfrage: Worum handelt sich die Bachelorarbeit?

Am Ende deiner Einleitung ist das Ziel, dass der Lesende weiß, worum sich deine Bachelorarbeit handeln wird. Er soll ins Thema eingeführt werden, ohne ihm viel über den fachlichen Inhalt zu verraten. Gerne kannst du skizzieren wie du wissenschaftlich vorgehen wirst, damit der Lesende weiß was ihn ungefähr erwartet. Reiße ruhig einige interessante Punkte an um den Leser zu binden; denn auch wissenschaftliche Arbeiten müssen nicht langweilen. Dein Thema hast du ja nicht umsonst gewählt, also übertrage etwas von deiner Spannung auf deine Leser. Überlege was an dem Thema interessant ist und stelle auch diesen Punkt heraus.

Der erste Eindruck zählt – nimm dir Zeit für deine Einleitung

Wenn du dir die Kontrollfrage „Worum handelt es sich in deiner Bachelorarbeit?“, gar nicht oder nur sehr schwer beantworten kannst, solltest du dir Gedanken machen, ob entweder deine These/Frageformulierung nicht geeignet ist oder ob die Einleitung nicht aussagekräftig genug ist.
Deine Einleitung ist der erste Eindruck, den der Leser von deiner Bachelorarbeit erhält. Wie auch bei Personen, ist der erste Eindruck entscheidend. Deshalb unterschätze die Einleitung einer Bachelorarbeit nicht und nimm dir Zeit, um den Leser überzeugend und mit klaren Aussagen ins Thema einzuführen.
Wer lange Texte lesen muss oder sich ein Buch kaufen möchte, der kennt die Methode „Querlesen“. Häufig verschafft man sich so einen ersten Eindruck über das Thema und die Kenntnisse des Autors. Wenn der Buchrücken nicht gefällt, wird das Buch wieder zurück ins Regal gestellt. Deine Einleitung sollte also beim kurzen Überlesen deiner Bachelorarbeit nicht abschrecken, sondern neugierig machen.

Den rote Faden beibehalten

Natürlich hast du über die letzten Wochen und Monate viele Informationen gesammelt, die man am liebsten alle auf einmal in die Bachelorarbeit schreiben möchte. Doch es gilt: Verliere den roten Faden nicht!
Schreibst du wahllos drauflos ohne dir vorher im Klaren darüber zu sein, was du eigentlich sagen möchtest, endet dies meist in einem Desaster. Erst wenn du weißt, was deine Einleitung beinhalten soll und mit welchem Ziel, du sie schreibst, solltest du anfangen. Sonst verlierst du schnell den Sinn und Zweck der Einleitung aus den Augen, was sich im schlechtesten Fall durch deine ganze Diplomarbeit zieht.
Und warum nicht zum Schluss die Einleitung schreiben? Häufig wird dies bei Aufsätzen geraten, weil du hinterher weißt, was dein Text alles beinhaltet. Bei einer fachlichen und wissenschaftlichen Arbeit eignet sich diese Vorgehensweise allerdings nur bedingt. Deine Einleitung sollte deine Fragestellung beinhalten, an der du dich die gesamte Arbeit lang orientierst. Fällt dir hinterher auf, dass deine Fragestellung gar nicht beantwortet wurde, oder sie zu weitläufig ist, war die ganze Mühe umsonst.

Über Stock und Stein – das muss nicht sein

So Vieles zu sagen, so Vieles zu erklären und halt – hier wurde auch noch was vergessen. Natürlich ist deine Bachelorarbeit eine sehr komplexe Angelegenheit, aber baue keine endlos verschachtelten Sätze, die der Leser nicht versteht.
Klare Aussagen und prägnante Formulierung zeugt davon, dass du das Thema wirklich verstanden hast. „Qualität statt Quantität“, lautet hier das Stichwort.
Wenn doch mal Probleme oder tatsächlich Fehler in deiner Bachelorarbeit auftreten, lasse dich nicht entmutigen und versuche es durch endlose Erklärungsversuche wieder gut zu machen. Lasse diesen Punkt vorerst aus und schreib weiter – beim zweiten Versuch ist man immer schlauer. Kein Autor dieser Welt schreibt ein Buch und es ist nach dem ersten Mal fertig für den Verkauf.

Kurz zusammengefasst: Das sind die wichtigsten Punkte

Für den Beginn der Einleitung deiner Diplomarbeit solltest du daher alle genannten Punkte berücksichtigen. Hier nochmal kurz auf einen Blick, was wirklich wichtig ist:
– Gedanken ordnen!
– Erste Gliederung erstellen
– Kontrollfragen beantworten
– Roten Faden beibehalten
– Klare Aussagen
– Von Problemen nicht entmutigen lassen
Worauf wartest du noch? Viel Erfolg bei deiner Einleitung!

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